Deutschlandfunk Kultur Reportage über Detektive der ManagerSOS: Die Problemlöser

Die Problemlöser: Detektei ManagerSOS. Der Telekom-Skandal und die Aufträge der Deutschen Bahn an dubiose Sicherheitsfirmen haben der Öffentlichkeit vor Augen geführt: Auch die deutsche Wirtschaft setzt zunehmend auf die Beratung und Analyse von Sicherheitsspezialisten, die im Dunkeln agieren und weit mehr anbieten als herkömmliche Detektivarbeit. Zwei dieser Spezialisten sind der Ex-Elitesoldat und Detektiv Frank Heyde und der ehemalige deutsche Geheimagent Klaus Leiner.

Dies ist ein Auszug aus dem Artikel „Die Problemlöser“ über die Arbeit der Detektive der Detektei ManagerSOS. Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.

[…] Nichts bewegt sich hinter den weißen Gardinen der kleinen Erfurter Stadtvilla. Es ist Mittwoch, elf Uhr morgens. Frank Heyde, einer der ManagerSOS-Detektive, stützt mit der linken Hand sein Kameraobjektiv, drückt den Auslöser, schwenkt zum Zielobjekt, drückt wieder ab. Ganz in schwarz ist Heyde unterwegs, wie immer. Drei-Tage-Bart, sehr kurz rasierter Schädel, durchtrainiert. Immer dabei: Spurensicherungskoffer und Sturmgepäck: Waffe, Stahlhelm, Nachtsichtgerät, Handschellen, Pfefferspray und schusssichere Weste. Heyde leitet die Frankfurter Firma „Manager-SOS“, und übernimmt Aufträge, in denen es vor allem um eins geht: Diskretion. Das ist diesmal nicht anders: Heydes Auftraggeber, der Frankfurter Unternehmensberater, hat Angst vor seinem neuen Teilhaber, vermutet Verbindungen des Neuen zu Scientology.

„Möglicherweise kommt eine Sektenverbindung tatsächlich in Frage. Und da müssen wir jetzt noch ein System finden wie wir die Risiken minimieren können und wie wir gewährleisten können, dass unser Auftraggeber diskret und still und heimlich aus dieser doch sehr angespannten Situation wieder heraus kommt.“

Heyde wischt sich mit dem Handrücken hellgraue Asche vom Hosenbein, bei 150 Kilometern pro Stunde, Blick geradeaus. Fast zwanzig Jahre arbeitet er schon als Problemlöser in der Wirtschaft. Auf der ganzen Welt, 300 Tage pro Jahr, mit solider Ausbildung und viel Erfahrung: Anfang der Achtziger Jahre besucht er die Einzelkämpferschule eines ausländischen Militärs, arbeitet als „Spezialagent für besondere Aufgaben“ im Nahen Osten und in der Deutschen Demokratischen Republik: 178 Menschen schleust er aus der DDR. Als Mitglied eines Geheimkommandos, im Auftrag der israelischen Regierung. Nach dem Mauerfall macht er sich selbständig. Und kämpft heute unter anderem gegen den Sekteneinfluss auf Wirtschaftunternehmen.

2018-02-19T05:27:17+00:00

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